Materiały źródłowe
1. Dokumentacja linii przodków
(1774) Cartheuser, Johann Friedrich - De vulgaribus quibusdam erroribus diaeteticis
(1819-07-19) Breslausche auf das Interesse der Commerzien der Schles. Lande eingerichtete Frag- und Anzeigungs-Nachrichten
Ratibor den 5ten April 1819. Von dem unterzeichneten Königl. Ober-Landesgericht werden auf Ansuchen des Officialis fisci die aus Ratibor gebürtigen entwichenen enrolirten Cantonisten Gebrüder Johann und Nicolaus Bosewitz dergestalt öffentlich vorgeladen, daß sie sich innerhalb zwölf Wochen und spätestens in dem auf den 6. September d. J. vor dem Herrn Ober-Landesgerichtsrath v. Schalscha anstehenden Termine gestellen von ihrer Entweichung Rede und Antwort geben, den darauf künftigglaubhaft nachweisen, im Fall ihres Ausbleibens aber gewärtigen sollen, daß sie ihres sämmtlichen Vermögens und hiernächst noch etwa zufallenden Erbschaften verlustig erklärt, und solche dem Fisco zuerkannt werden sollen.
Königl. Preuß. Ober-Landesgericht von Ober-Schlesien.
(1830-10-11) Breslauer Intelligenz-Blatt: zum Besten und Nutzen des Publikums
5841. Ratibor den 13. August 1830. Folgende Personen, welche seit längerer Zeit von ihrem Leben und Aufenthalte keine Nachricht gegeben haben, als: […]
6) Johann Bosewitz, welcher am 19. Mai 1786 zu Pohlnisch-Neukirch geboren worden, im Jahre 1807 sich aus dem väterlichen Hause nach Breslau und von dort nach Polen begeben hat, wo er unter den Baierschen Truppen als Militair-Chirurgus bei dem Lazareth in Rawitsch angestellt worden;
(1888) Pietzcker Franz - Verzeichniss des medicinischen Bücher-Lagers
1081 Cartheuser, J. F. et Bosewitz, de vulgaribus quibusdam erroribus diaeteticis. Franc. ad. V. 774. 4º. — 70
(1889) Bamberg, Ludwig - Sortiments- u. Antiquariatshandlung in Greifswald: Antiquarischer Catalog
1534 Bosewitz, J. G., De vulgaribus quibusdam erroribus diaeteticis. 4º. Frankf., 1774. br. — 50
(1891) Nietsche, Benno - Die lateinische Schule des Cistercienser-Klosters Rauden 1744-1816
1798/99
Der Jubilarpriester Stanislaus Misura lehrt Rhet., Poes. und Syntax und ist Vorsitzender der latein. Gesellschaft, P. Benedict Gandy lehrt Gram., Princ. und Parv. und P. Barthol. Wodak ist Lehrer der Normalschule. Am 13. März 1799 stirbt P. Stanislaus Misura. 13 Rhet., 18 Poet., 25 Synt., 37 Gram., 26 Princ., 20 Parv., 33 Praep., zus. 172 Schüler. […] in die Präparanden-Klasse: […] 1760. Joh. Bosewitz aus Pol.-Neukirch, 99 Pr.
(1893) Bełza, Władysław - Krynica: w stuletnią rocznicę oddania tutejszych zdrojów na użytek publiczny
A i nazwiska dzierżawców Krynicy nie miały polskich końcówek. Hechty, Bosewitze, Hoffmanny, Pohlmany, Häusslery, Ottikery i Nemetze, — oto szereg tych mężów, których dłoń kierowała losami tutejszego zdrojowiska!
2. Materiały kontekstowe
(1788) Strieder, Friedrich Wilhelm - Grundlage zu einer Hessischen Gelehrten und Schriftsteller Geschichte seit der Reformation bis auf gegenwärtige Zeiten. 8
Posewitz (Johann Friedrich Siegesmund) stammt aus der Familie von Posewizky. Ein Obrister dieses Namens, in polnischen Diensten, verließ nebst seinem jüngern Sohne Polen, als sie im dreyssigjährigen Kriege zur Annahme der katholischen Religion gezwungen werden sollten. Der ältere Sohn blieb Offizier in Polen. Der jüngere, oder Wilhelm Posewitz, wendete sich aus Polen nach Werningerode, bey Quedlinburg. Daselbst war er Bürgermeister und starb in seinem 82ten Jahre, 1644. Die Nachkommen desselben waren theils Theologen, theils Juristen, theils Offiziers in Braunschweigischen Diensten.
Die Aeltern von Johann Friedrich Siegesmund Posewitz waren Johann Christian David Posewitz, Apotheker in Dahme bey Wittenberg in Kursachsen, und Johanne Christiana Elisabethe, geborne Bärensprungin, und seine zwote Mutter Johanne Auguste Friederike, geborne Wohlfeldtin. Aus der ersten Ehe wurde Er, als der zweyte Sohn, den 3 May 1766 geboren.
Seine Aeltern liessen Ihn zuerst den öffentlichen Schulunterricht geniessen; sodann unterwies Ihn sein Vetter Schernack, welcher damals Prediger in Zagelsdorf bey Dahme war. Diesem Manne verdankt Er viel. Im Jahr 1780 kam Er nach Grimme auf die Fürstenschule, in welcher er fünf und ein halbes Jahr blieb. 1786 gieng Er auf die Universität nach Wittenberg und hörte daselbst die philosophischen, physischen, geschichtlichen, mathematischen und medicinischen Vorlesungen eines Hiller, Reinhard, Titius, Schröckh, Ebert, Langguth, Nürnberger, Leonhardi und Böhmer’s, und benutzte die botanischen Exkursionen mit Chladni. Im Jahr 1788 schrieb Er über den Ursprung der Würmer des menschlichen Körpers, und im November dieses Jahrs begab Er sich nach Jena und hörte hier Gruner, Loder, Stark und Lentsch. Im Sept. 1790 erlangte Er die medicinische und chirurgische Doktorwürde, zu welcher Ihm durch eine Schrift: de spermatis ad sanguinem regressus, auctore Joh. Jac. Erbstein; Vitemb. 4. gratulirt wurde. Er Selbst schrieb bey dieser Gelegenheit die unten zu erwähnende Streitschrift. Hierauf ward Er ausübender Arzt in seiner Vaterstadt. Den 3 May 1791 starb sein Vater. Nach dieser Zeit gieng Er nach Wittenberg, wo er bis zu Ende Augusts 1792 privatisirte. Im Sept. dieses Jahrs wendete Er sich, um in den medicinischpraktischen Fächern sich mehr zu vervollkommnen, nach Berlin, benutzte die dasigen Institute und die an denselben angestellten Lehrer: Knape, Mursinna, Zenker, die beyden Walther, Klaproth, Hermbstädt und privatisirte nun in den Sommermonaten May, Junius, Julius und August zu Hause. Im Anfange des Septembers 1793 gieng Er wieder nach Berlin, um zum zweytenmale daselbst zu profitiren; am Ende Aprils 1794 aber nach Wittenberg, als medicinischer Privatdocent. Von hier wurde Er unterm 11 Julius 1795 nach Giessen als ordentlicher Professor der Anatomie, Chirurgie und Geburtshülfe berufen. Am 13 Nov. desselben Jahrs trat Er sein Amt mit einer Rede: de ratione memoriae ad cerebrum referendae, an. (a. autograph. Nachr.)
(1797) Hirsching, Friedrich Karl Gottlob - Historischliterarisches Handbuch berühmter und denkwürdigen Personen, welche in dem 18. Jahrhunderte gestorben sind
Posewitz, Johann Friedrich Siegesmund, Doctor der Medicin und Chirurgie, und Professor der Anatomie, Chirurgie und Entbindungskunst zu Giessen, stammt aus der Familie von-Posewizky. Ein Obrist dieses Namens, in Pohlnischen Diensten, verließ nebst seinem jüngern Sohne Pohlen, als sie im dreyßigjährigen Kriege zur Annahme der catholischen Religion gezwungen werden sollten. Der ältere Sohn blieb Officier in Pohlen. Der Jüngere, oder Wilhelm Posewitz, wendete sich aus Pohlen nach Wernigerode, bey Quedlinburg. Daselbst war er Burgermeister, und starb 1644. Die Nachkommen desselben waren theils Theologen, theils Juristen, theils Officiere in Braunschweigischen Diensten. Unser Posewitz war ein Sohn des Joh. Christian David Posewitz, Apothekers in Dahme bey Wittenberg in Chursachsen, und wurde aus der ersten Ehe (mit Joh. Christi. Elisab. geb. Bärensprung) als der zweyte Sohn am 3ten May 1766 geboren. Seine Aeltern ließen ihn zuerst den öffentlichen Schulunterricht genießen, sodann unterwies ihn sein Vetter Schernack, welcher damahls Prediger in Zagelsdorf bey Dahme war. Diesem Manne verdankte er viel. Im J. 1780 kam er nach Grimma auf die Fürsten-Schule, in welcher er fünf und ein halbes Jahr blieb; und 1786 auf die Universität nach Wittenberg, woselbst er die philosophischen, physischen, mathematischen, geschichtlichen und medicinischen Vorlesungen eines Hiller, Reinhard, Titius, Ebert, Schröck, Langguth, Nürnberger, Leonhardi und Böhmer’s hörte, und die Botanischen Excursionen mit Chladny benützte. Im Jahr 1788 schrieb er über den Ursprung der Würmer des menschlichen Körpers, und im November dieses Jahrs begab er sich nach Jena, und hörte hier Gruner, Loder, Stark und Lenz.
Im J. 1790 erlangte er die medicinische chirurgische Doctorwürde, zu welcher ihm durch eine Schrift: de spermatis ad sanguinem regressus, auctore Ioh. Iac. Erbstein. Vitemb: 4. gratulirt wurde. Er selbst schrieb bey dieser Gelegenheit. Diss. inaugur. Semiologia aphtharum, acute idiopathicarum et symptomaticarum. Vitemb. 1790. 4. Hierauf ward er ausübender Arzt in seiner Vaterstadt.
Nach dem Tode seines Vaters, welcher 1791 erfolgte, zog er auf Wittenberg, wo er bis zu Ende Augusts 1792 privatisirte. Im September dieses Jahrs wendete er sich, um in den medicinisch practischen Fächern sich mehr zu vervollkommen, nach Berlin, benützte die dasigen vortrefflichen medicinisch-chirurgischen Lehr- und andere Anstalten, und die eben so ausgezeichneten Männer an denselben, einen Knape, Mursinna, Zenker, die beyden Walther, Klaproth, Hermbstadt, und privatisirte darauf in den Sommermonathen May, Junius, Julius und August zu Hause. Im Anfange des Septembers 1793 gieng er wieder nach Berlin, um von diesem Wissenschaftlichen Hauptsitz mit einem noch reicherern Schatz zurückzukehren; am Ende Aprils aber 1794 nach Wittenberg als Privatlehrer in der Arzneykunde.
Von Wittenberg wurde er unterm 11. Julius 1795 nach Giessen als ordentlicher Professor der Anatomie, Chirurgie und Entbindungskunst berufen, und trat am 13. November desselben Jahrs sein Amt mit einer Rede: de ratione memoriae ad cerebrum referendae, an; schrieb: Progr. disquis. anatomico-angiolog. syst. de arteriis maioribus, secundum naturae leges, per superficiem corporis humani externam, excurrentibus, vel saltem ad eandem magis minusve accedentibus (P. I. Giessae 1795. 4); eine Physiologie der Pulsadern des menschl. Körpers, im J. 1796. und gab heraus: Journal für Medicin, Chirurgie und Geburtshülfe von einer Gesellschaft teutscher Aerzte Herborn und Hadamer 1799. 8.
Die Nachrichten von diesem würdigen Gelehrten und Schriftsteller welcher schon am 23. März 1805 zu Gießen im neun und dreyßigsten Jahre des Todes verblich, sind avtographisch.
Seine Haupt-Schriften zeigen wir noch ausführlich an: Physiologie der Pulsadern des menschlichen Körpers; nebst einer vorausgeschickten Beschreibung des Herzens, und einer tabellarischen Uebersicht der beyden arteriösen System. Erft. Th. Leipzig 1795. 8. (S. Gött. Gel. Anz. 1796. 50 St. S. 491. Allg. Lit. Zeit. J. 1796. N. 188. S. 669.
S. Strieders Grundlage zu einer Hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Eilft. Band, S. 145–148.
(1913) Wellers archiv für stamm- und wappenkünde
J. Fr. Sigismund P. (*1766), stammt aus einer im 30jährigen Kriege um der Religion willen vertriebenen polnischen Familie von Posewizky ab (Strieder). Besitze kein altes noch neues Ortslexikon aus den polnischen Landesteilen. Bitte existiert noch dieser Ort und wo liegt er? oder wo lag er? Meinen Dank in vorhinein. Arthur Posewitz, Igló, Ungarn.